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Wirtschaft im Südwesten – Septermber / 2017

 

Gränzbote – 13.09.2016

Zwei sind auf den Fuchs gekommen

Mühlheimer-Fridinger Gespann lanciert eigenes Jobportal – Süddeutschland im Visier

unbenannt

Bildquelle: Schwäbische Zeitung

Patrick Vincze (links) und Alexander Stehle in ihrer kleinen Unternehmens-Zentrale in Mühlheim, von der sie ihr Stellenportal Mr-Fuchs.de betreiben.

David Zapp

Mühlheim sz Zwei Donautäler wollen mit einem eigenen Jobportal dem Fachkräftemangel in der Region zu Leibe rücken. Der Fridinger Alexander Stehle und der Mühlheimer Patrick Vincze haben vor gut zwei Monaten ihr Online-Stellenportal www.mr-fuchs.de im Internet lanciert. Und das so ganz nebenbei. Denn die beiden Arbeitskollegen betreiben ihr kleines Start-up-Unternehmen in ihrer Freizeit.

Im Grunde sind die beiden Arbeitskollegen Patrick Vincze (28) und Alexander Stehle (37) mit ihren Jobs bei einer Heuberger Firma ausgelastet. Doch ein Thema beschäftigte auch die beiden in ihrem Betrieb: der Mangel an Fachkräften. Als Vinczes Vater, der ein eigenes kleines Unternehmen führt, im Familienkreise ebenfalls wetterte, auf dem Markt seien keine Mitarbeiter zu finden, fiel bei den beiden der Groschen. Die Idee zur Entwicklung eines eigenen Jobportals war geboren. Vor gut einem Jahr begannen der Elektroniker Stehle und der Prüflabor-Ingenieur Vinczes mit der Umsetzung der Idee. Ein Freund übernahm die Programmierung des Portals.

Auch für kleine Firmen geeignet

Vincze und Stehle sind der Ansicht, dass viele Unternehmen Stellen nur wenig erfolgsversprechend bewerben und ausschreiben. „Es ist nicht das Problem, dass es die Stellen nicht gibt, sondern sie sind nur nicht gut ausgeschrieben“, sagt Vincze. Im Visier mit ihrem Stellenportal haben sie deshalb vor allem kleine Betriebe – vornehmlich aus der Region. Aber nicht nur, betonen Stehle und Vincze unisono, große Unternehmen als auch mittelständische Betriebe sowie Kleinstfirmen spreche ihr Jobportal gleichermaßen an. Und das in Baden-Württemberg und Bayern. Süddeutschland haben die beiden mit ihrem Portal im Visier.

Attraktiv wollen die beiden Jungunternehmer aber vor allem für die kleinen Firmen in der Raumschaft sein, indem sie persönlichen Kontakt zu den Unternehmen pflegen und vom Preisniveau auch Kleinstbetrieben entgegen kommen wollen. „Einfach, schlicht, simpel und ohne Schnickschnack“, sagt Alexander Stehle, soll das Portal für den Nutzer sein.

In ihr Start-up-Unternehmen haben die beiden lediglich eigenes Geld gesteckt und sich keines Kredits bei Banken oder eines Existenzgründungszuschusses bedient. Rund 10000 Euro stecken nun in ihrer fertigen Idee. „Was heißt fertig? Es geht weiter. Was da jetzt online ist, das ist ein solides Grundgerüst“, sagt Stehle.

Viele Namen schon vergriffen

Soll heißen: Die nächste Entwicklungsstufe wird im Oktober erreicht sein, wenn das Portal um ein Minijob-Portal erweitert wird, das für die Nutzer kostenlos ist. So kann ein Friseur beispielsweise bei einem Engpass für eine Hochzeit kurzfristig Minijobber über das Portal anwerben, erklärt Patrick Vincze. „Und diese Idee stammt von einem Friseur“, grinst Alexander Stehle.

Schwierig wurde es für das Duo, einen passenden Namen für ihr Jobportal zu finden, der erstens einprägsam war, einen Wiedererkennungseffekt besitzt – und noch nicht vergriffen ist. „Es war irreschwer, einen Namen zu finden, den es noch nicht gibt“, erzählt Stehle. Die unmöglichsten Namen fielen alle durchs Raster, einige Internetadressen waren nur für fünfstellige Euro-Beträge zu haben. Mit Mr-Fuchs.de trafen Vincze und Stehle ins Schwarze. Die Internetadresse war noch nicht vergeben und „der Name hört sich gut an, passt zur Region und der Fuchs ist schlau“, sagt Stehle, der als Fridinger bei der Namensfindung irgendwann auf den Fuchs gekommen war. Er zeichnete kurzerhand auch das Logo des Portals: den zwinkernden Fuchs mit erhobenem Daumen.